Geschichte

Das „Fest der 1000 Laternen“ wurde erstmalig im Jahre 1950 gefeiert, als zeitgleich der Ortsverein Augustfehn e.V. gegründet wurde. Der damalige Vorstand um den Vorsitzenden Fritz Bölts hatte die Idee, den Ort mit „Tausend“ Lampions zu schmücken.
Fast alle Bürger beteiligten sich und hingen an ihren Häusern und in den Vorgärten bunte Laternen auf – damals noch mit Kerzenlicht.

Die Tradition hat sich bis heute bewahrt, wenngleich natürlich elektrische Lichterketten bevorzugt werden. Der idyllischen Atmosphäre tut dies keinen Abbruch. Das spektakuläre Feuerwerk, der Laternenumzug und der Märchengarten Töbermann sind fester Bestandteil von Beginn an.

In den ersten Jahren wurden noch in der Hauptstrasse die Karussells und Buden aufgebaut, danach ist man auf den Parkplatz hinter dem ehemaligen „Augustfehner Hof“ ausgewichen. Raupenbahn, Kettenkarussell und Schiffschaukel waren die „Renner“. In „Brüggemann’s Saal“ klang das damals noch zweitägige Fest immer mit dem gut besuchten Kommers aus – lt. Duden einem feierlichen Trinkabend. Aber hier wurde selbstverständlich nicht nur getrunken, sondern es wurden auch niveauvolle, kulturelle Beiträge geboten.
Mitte der 1970er Jahre machte dann der Musiker Lothar Voigt den Vorschlag, einen Talentwettbewerb für Interpreten „Je-Ka-Mi“ (Jeder kann mitmachen) anzubieten. Diese Veranstaltung wurde dann zum Kult. Schon um 18:00 Uhr standen die Fans in langer Schlange an, um sich einen Sitzplatz zu sichern. 2009 erfolgte eine Konzeptänderung und Umbenennung in ASDS (Augustfehn sucht den Superstar). ASDS ist ebenso erfolgreich.

Vom Parkplatz des „Augustfehner Hofes“ wechselte man danach wieder für ein paar Jahre auf die Hauptstrasse. Weiter ging es auf dem Schulplatz an der Mühlenstrasse. Der angrenzende kleine Park wurde mit einbezogen. Unter alten Eichen wurde in aller Gemütlichkeit gefeiert – mittlerweile über 4 Tage.

Im Jahre 2005 musste das Volksfest abermals verlegt werden, und zwar auf den offiziellen Dorfplatz am Eisenhüttenturm. Dies führte in der Bevölkerung zunächst zu Unverständnis, aber mittlerweile hat man sich damit abgefunden, dass alle Großveranstaltungen hier stattzufinden haben. Der Ortsverein hält mit modernen Fahrgeschäften, einer geschmackvollen Platzbelegung (z.B. Beachzone), der Einbindung des Kanals und einem attraktiven Programmangebot das Niveau weiterhin hoch.

Die Organisation des Festes liegt in den Händen des Vorstandes und einem Teil des Beirates. Für Aufbau und Ausschmückung etwa 1 Woche vorher, die Durchführung selbst und auch den Losverkauf stehen um die 40 Helfer des Fetenteams und der Verlosungs-Crew ehrenamtlich zur Verfügung.

Das „Fest der 1000 Laternen“ unterliegt heute strengen behördlichen Auflagen, die letztlich aus dem veränderten Lebensanspruch der Bürger erwachsen sind. Die Besucher werden sich an frühere Schlusszeiten gewöhnen müssen.

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